Steil abfallende Vulkanklippe über dunklem Lavagestein und türkisem Wasser
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Segelrevier · Teneriffa · La Gomera · Lanzarote · La Palma

Segeln auf den Kanaren

Das einzige Revier Europas, das im Januar segelbar ist.

Beste Reisezeit: Ganzjährig
Wassertemperatur: 17–23 °C
Typischer Wind: NE-Passat 4–6 Bft
Schwierigkeit: Fortgeschritten – Erfahren
28°16'N · 16°36'W
Warum hier segeln

Während in Kroatien die Boote an Land stehen und in Griechenland die Marinas leer sind, wird auf den Kanaren weitergesegelt. Der Archipel liegt am Nordrand der Passatzone, rund 100 Seemeilen vor der afrikanischen Küste — mild genug für Törns im Januar, windig genug, dass es kein Ausflug wird.

Sieben Hauptinseln auf engem Raum: Zwischen ihnen liegen meist 25 bis 60 Seemeilen, also eine Tagesetappe. Das klassische Revier ist der Westen — von Teneriffa nach La Gomera, weiter nach La Palma oder El Hierro. Im Osten liegen Lanzarote, Fuerteventura und das kleine La Graciosa, karg und vulkanisch.

Ein Anfängerrevier ist es trotzdem nicht. Zwischen den Inseln beschleunigt der Passat teils erheblich, und der Rückweg nach Osten führt gegenan. Wer als Mitsegler bucht, sitzt deshalb selten auf einer reinen Badewoche — sondern segelt.

Beste Reisezeit
Ganzjährig
Wassertemperatur
17–23 °C
Typischer Wind
NE-Passat 4–6 Bft
Schwierigkeit
Fortgeschritten – Erfahren
Revierzentren
Teneriffa · Las Palmas · Lanzarote
Etappenlänge
25–60 sm zwischen den Inseln
Beste Reisezeit

Wann du segeln solltest

J
F
M
A
M
J
J
A
S
O
N
D
Hauptsaison
Beste Bedingungen — warm, beständiger Wind, volles Törn-Angebot.
Gut
Sehr gut segelbar, angenehm und meist ruhiger als im Hochsommer.
Möglich
Nebensaison — kühler oder wechselhafter, wenige Angebote.
Nebensaison
Kaum Törns — zu kalt, zu stürmisch oder außerhalb der Saison.

Es gibt keine geschlossene Saison — das ist der eigentliche Punkt. April, Mai, Oktober und November sind am angenehmsten: warm, aber ohne den kräftigen Sommerpassat. Im Hochsommer weht es beständiger und stärker, im Winter ist es mit 19–21 °C Luft mild, das Wasser bleibt bei rund 17–19 °C aber frisch zum Baden.

Wind

Prägend ist der Nordost-Passat mit meist 3–6 Beaufort, im Sommer am beständigsten. Das Besondere sind die Beschleunigungszonen: Zwischen zwei Inseln wird der Wind seitlich um die hohen Vulkankegel gedrängt und legt dort deutlich zu — in den bekannten Zonen (La Graciosa/Lanzarote, Fuerteventura/Gran Canaria, Gran Canaria/Teneriffa, Teneriffa/La Gomera, La Gomera/La Palma) sind es rund zehn Knoten mehr als ringsum. Im Lee der Berge fällt der Wind dagegen fast ganz weg. Beides steht in der Karte, beides gehört zur Törnplanung.

Wellen & Wetter

Auf offener Strecke läuft der Atlantikschwell durch — eine lange, hohe Dünung, die mit dem lokalen Wind nichts zu tun haben muss. Im Lee der Inseln wird es merklich ruhiger. Gezeiten spielen für die Törnplanung kaum eine Rolle, in den Häfen aber sehr wohl für die Leinen. Wer zu Seekrankheit neigt, spürt die lange Welle hier deutlicher als im Mittelmeer.

Highlights

Die schönsten Ecken des Reviers

La Gomera

Steil, grün und überraschend still — der Lorbeerwald im Garajonay ist UNESCO-Welterbe. Der Hafen von San Sebastián ist das übliche erste Ziel ab Teneriffa, im Westen liegt Valle Gran Rey.

La Graciosa

Nördlich von Lanzarote, keine asphaltierte Straße, Sandpisten statt Ortsdurchfahrt. Die Meerenge El Río dazwischen ist eine der kräftigsten Beschleunigungszonen des Archipels.

Lanzarote

Schwarze Lavaküste, weiße Dörfer, die Bauten von César Manrique. Marina Rubicón im Süden und Arrecife im Osten sind gut ausgestattete Basen mit Ausrüstern vor Ort.

La Palma

Die grünste der Inseln, mit der Caldera de Taburiente im Zentrum. Vom Wasser aus sieht man den Vulkanhang in einem Stück vom Gipfel bis zur Brandung — die weiteste Etappe im Westen, aber die lohnendste.

Las Palmas und die ARC

Ende November startet in Las Palmas de Gran Canaria die Atlantic Rally for Cruisers Richtung Karibik. In den Wochen davor liegt die halbe Blauwasserszene im Muelle Deportivo — mit rund 1.200 Liegeplätzen mitten in der Stadt.

Noch kein Törn ausgeschrieben

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Revierkarte

Kanaren auf einen Blick

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Aktuell sind noch keine Törns mit Position eingetragen — die Karte zeigt die Lage des Reviers.

Häfen & Buchten

Liegeplätze auf den Kanaren

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Marina Rubicón (Lanzarote)Marina · Kanaren
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Liegeplatz- und Bucht-Infos sind unverbindliche Tipps von Seglern, ohne Gewähr — keine verbindliche Liegeplatz- oder Ankerberatung. Maßgeblich sind amtliche Seekarten und die Einschätzung des Schiffsführers.
Gut zu wissen

Praktische Tipps fürs Revier

Anreise

Direktflüge ab fast jedem größeren deutschsprachigen Flughafen nach Teneriffa Süd, Las Palmas, Lanzarote und Fuerteventura — meist vier bis fünf Stunden, keine Zeitverschiebung im Winter (im Sommer eine Stunde zurück).

Richtung planen

Mit dem Passat geht es leicht von Ost nach West. Der Rückweg ist die eigentliche Arbeit. Deshalb enden viele Wochentörns dort, wo sie begonnen haben — und die Rückstrecke wird als Nachtschlag oder an der windschwächeren Südseite gesegelt.

Kleidung

Nicht mit Mittelmeer-Sommer rechnen. Auch bei 21 °C Luft ist eine Woche im Passat mit Gischt kühl — Hardshell, lange Sachen und eine warme Schicht für die Nacht gehören ins Gepäck, das ganze Jahr über.

Liegeplätze

Die Infrastruktur ist gut: Strom, Wasser und meist WLAN in allen privaten Häfen, Ausrüster in Arrecife, Marina Rubicón, Las Palmas und Arguineguín. In der ARC-Zeit im Oktober und November wird es in Las Palmas eng.

Häufige Fragen

Segeln auf den Kanaren — kurz erklärt

Ja — das ist der Hauptgrund, warum das Revier für uns interessant ist. Es gibt keine Winterpause: Luft um 19–21 °C, Wasser 17–19 °C, verlässlicher Passat. Zum Baden ist es frisch, zum Segeln ideal.

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— Für wen?

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