Die türkische Ägäis- und Mittelmeerküste ist eines der vielfältigsten Segelreviere überhaupt: Hinter jeder Landzunge öffnet sich eine neue Bucht, eingerahmt von pinienbewaldeten Bergen, die steil ins türkise Wasser abfallen. Es ist grüner, wilder und oft auch günstiger als die Nachbarn im Westen.
Von Bodrum und Göcek aus erschließt sich ein Labyrinth aus geschützten Ankerplätzen. Die Lykische Küste rund um Fethiye und Kekova ist gespickt mit antiken Ruinen — manche liegen halb versunken direkt unter dem Kiel. Dazwischen die typischen Gulets, die hölzernen Zweimaster, die dem Revier seinen Charakter geben.
Wer das authentische Mittelmeer sucht — ohne den großen Trubel, dafür mit Gastfreundschaft, gutem Essen und verlässlichem Wind — ist hier richtig.
Wann du segeln solltest
Die Saison ist lang: Mai, Juni, September und sogar Oktober sind herrlich — warm, stabil und nicht überlaufen. Im Juli und August wird es heiß, die Buchten sind belebter, aber der Wind bleibt angenehmer als in der offenen Ägäis.
Auch hier weht der Meltem (türkisch für Meltemi), in der nördlichen Ägäis um Bodrum kräftiger, weiter südöstlich an der Lykischen Küste deutlich sanfter und meist thermisch. Insgesamt ein gut beherrschbares Revier mit vielen Fluchtbuchten in Lee.
Die geschützten Golfe von Fethiye und Göcek sowie die zahllosen Buchten sind meist seegangsarm — ruhiges Wasser ist hier die Regel. Nur in der offenen Ägäis um Bodrum baut der Meltem eine spürbare Welle auf. Die lange Saison bringt überwiegend stabiles, trockenes Wetter; Gezeiten gibt es praktisch nicht.
Die schönsten Ecken des Reviers
Bald geht's los — Segeln in der Türkei
Aktuell sind keine Törns für dieses Revier ausgeschrieben. Du hast ein Boot oder planst einen Törn hierher? Inseriere kostenlos — oder lass dich benachrichtigen.
Türkei auf einen Blick
Aktuell sind noch keine Törns mit Position eingetragen — die Karte zeigt die Lage des Reviers.
Praktische Tipps fürs Revier
Flughäfen in Bodrum, Dalaman (für Göcek/Fethiye) und Izmir. Transfers zu den Marinas sind gut organisiert.
Bei Törns, die zwischen griechischen Inseln und der Türkei wechseln, sind Ein- und Ausklarierung nötig — das übernimmt der Skipper.
Viele Törns laufen auf klassischen Gulets — gemütlich, geräumig und typisch für das Revier. Wer sportlich segeln will, achtet auf Yacht-Angebote.
Die Türkei ist oft günstiger als Kroatien oder die Balearen — Liegeplätze, Restaurants und Verpflegung entlasten die Bordkasse spürbar.
Segeln in der Türkei — kurz erklärt
Ja. Besonders der Golf von Fethiye und die Lykische Küste bieten geschütztes Wasser, kurze Distanzen und viele Ankerbuchten. Auf einem Törn mit Skipper sind sie auch für Einsteiger entspannt.