Griechenland ist Segeln in seiner ursprünglichsten Form: mehrere tausend Inseln und Felseilande, von denen rund 200 bewohnt sind, verteilt auf Ägäis und Ionisches Meer. Jede Inselgruppe hat ihren eigenen Charakter — von den weiß-blauen Kykladen über die grünen Ionischen Inseln bis zu den mittelalterlichen Häfen des Dodekanes.
Wer Wind sucht, findet ihn in der Ägäis: Der Meltemi bläst im Hochsommer kräftig und beständig aus Nord — ein Revier für Crews, die sportliches Segeln lieben. Wer es entspannter mag, segelt im Ionischen Meer oder im Saronischen Golf: kürzere Distanzen, sanftere Winde, ideal für Einsteiger und Familien.
Dazwischen liegt das, wofür man eigentlich kommt: abends in einer Taverne am Kai, der Anker fällt in glasklarem Wasser, und am Horizont versinkt die Sonne hinter einer weiteren Insel.
Wann du segeln solltest
Mai, Juni und September sind ideal: warm, sonnig und mit moderatem Wind. Im Juli und August dreht der Meltemi in der Ägäis kräftig auf — toll für erfahrene Crews, fordernd für Einsteiger. Das Ionische Meer bleibt auch im Hochsommer entspannt.
Der Meltemi ist der prägende Wind der Ägäis: ein trockener Nordwind, der von Juli bis September tagsüber auf 5–6 Beaufort, in Böen mehr, auffrischen kann. Er sorgt für klare Sicht und herrliches Segeln — verlangt aber Erfahrung bei Hafenmanövern. Im Ionischen Meer weht meist der sanfte thermische Nordwest am Nachmittag, ideal zum Üben.
In der offenen Ägäis baut der Meltemi bei längerer Wirkdauer eine ordentliche, kurze Welle auf — zwischen den Inseln und in Lee bleibt es deutlich ruhiger. Das Ionische Meer und der Saronische Golf sind durch ihre geschützte Lage meist seegangsarm. Gezeiten sind im Mittelmeer vernachlässigbar; die Sicht im Wasser ist hervorragend.
Die schönsten Ecken des Reviers
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Griechenland auf einen Blick
Aktuell sind noch keine Törns mit Position eingetragen — die Karte zeigt die Lage des Reviers.
Praktische Tipps fürs Revier
Direktflüge nach Athen, Korfu, Kefalonia, Kos und Rhodos. Lefkas ist über Preveza (Aktion) erreichbar — Tor zum Ionischen Meer.
Einsteiger und Familien ins Ionische Meer oder den Saronischen Golf. Wer Wind und Weite sucht: Kykladen — aber Meltemi-tauglich sein.
Viele Inselhäfen sind kostenlos (nur Strom/Wasser), dafür voll im August. Ankern in Buchten ist Teil des griechischen Segelns — oft mit Landleine.
Frischer Fisch, Meze und Ouzo direkt am Kai. In kleinen Häfen lohnt es, früh festzumachen — die besten Tavernenplätze gehen schnell weg.
Segeln in Griechenland — kurz erklärt
Der Meltemi ist ein kräftiger Nordwind, der im Hochsommer (Juli–September) über der Ägäis weht, oft mit 5–6 Beaufort. Er bringt klare Luft und tolles Segeln, fordert aber Erfahrung. Im Ionischen Meer und Saronischen Golf spielt er kaum eine Rolle.