Die Inner Islands der Seychellen liegen auf der Seychellenbank, einem flachen Sockel mitten im Indischen Ozean. Das ist der Grund, warum das Revier so freundlich ist: Zwischen Mahé, Praslin, La Digue und den kleineren Inseln liegen selten mehr als 25 Seemeilen, das Wasser ist flach und die See dazwischen meist ruhig.
Die Inseln bestehen aus Granit, nicht aus Korallenkalk — daher die riesigen, rundgewaschenen Felsblöcke an den Stränden, für die La Digue berühmt ist. Dazwischen liegen Nationalparks, Riesenschildkröten auf Curieuse und mit dem Vallée de Mai auf Praslin ein UNESCO-Welterbe.
Gesegelt wird ganzjährig, aber nicht immer gleich gut: Zwei Monsune bestimmen das Jahr, und die interessantesten Fenster liegen dazwischen. Zyklone gibt es hier praktisch nicht — die Seychellen liegen zu nah am Äquator.
Wann du segeln solltest
April/Mai und Oktober/November sind die Übergangsmonate zwischen den beiden Monsunen — ruhigere See, klareres Wasser, weniger Regen. Von Mai bis Oktober weht der Südost-Monsun kräftiger, bringt aber die trockenste Zeit. Dezember bis April ist der Nordwest-Monsun mit kurzen, heftigen Schauern. Segelbar ist es das ganze Jahr.
Zwei Monsune statt eines Windsystems: Von Mai bis Oktober der Südost-Monsun, beständiger und kräftiger, mit ruhiger Nordwestseite der Inseln; von Dezember bis April der Nordwest-Monsun, schwächer und wechselhafter, dann liegen die Südostseiten im Schutz. Welche Seite einer Insel gerade der gute Ankerplatz ist, hängt also an der Jahreszeit — das ist die Grundregel des Reviers.
Auf der flachen Seychellenbank bleibt die See kurz und niedrig; im Südost-Monsun liegen die Wellen an den geschützten Nordwestküsten meist unter einem Meter. Zwischen den Inseln ist es entsprechend entspannt. Aufmerksamkeit verlangen Riffe und Untiefen — navigiert wird auf Sicht, bei hochstehender Sonne.
Die schönsten Ecken des Reviers
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Seychellen auf einen Blick
Praktische Tipps fürs Revier
Direkt- und Umsteigeflüge nach Mahé ab mehreren europäischen Städten, meist über die Golfregion, rund zehn bis vierzehn Stunden. Die Marina auf Eden Island liegt etwa zwanzig Minuten vom Flughafen entfernt.
Im Südost-Monsun sind die Nordwestküsten geschützt, im Nordwest-Monsun die Südostseiten. Wer die Buchten aus dem Reiseprospekt sucht, sollte prüfen, ob sie zur Reisezeit überhaupt anlaufbar sind.
Viele der schönsten Stellen liegen in Meeresnationalparks, für die pro Person Gebühren anfallen. Wie bei Thailand gilt: nachfragen, was im Kojenpreis enthalten ist.
Unter 25 Seemeilen zwischen den Zielen heißt: Man kann vormittags segeln und nachmittags an Land. Ein Seychellen-Törn lebt von genau dieser Mischung — wer nur Meilen machen will, ist hier falsch.
Segeln auf den Seychellen — kurz erklärt
April/Mai und Oktober/November — die Übergangsmonate zwischen den Monsunen, mit ruhiger See, guter Unterwassersicht und wenig Regen. Segelbar ist es aber das ganze Jahr; die Monsune verschieben vor allem, welche Inselseite geschützt liegt.

