Rote Holzhäuser am Fjordufer vor einem schroffen Felsmassiv
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Segelrevier · Lofoten · Vesterålen · Helgelandküste

Segeln in Norwegen

Senkrechte Wände, drei Meter Tide und im Juni keine Nacht.

Beste Reisezeit: Mai – September
Wassertemperatur: 8–14 °C
Typischer Wind: Wechselhaft, 3–5 Bft
Tidenhub: bis 3 m
68°14'N · 14°34'E
Warum hier segeln

Die Lofoten liegen nördlich des Polarkreises, und trotzdem friert hier nichts zu: Der Golfstrom hält das Wasser offen. Was bleibt, ist die Kulisse — eine 160 Kilometer lange Kette aus Granitzacken, die fast senkrecht aus dem Wasser stehen, mit roten Fischerhütten davor.

Gesegelt wird zwischen Bodø, Svolvær und den Vesterålen. Die Etappen sind kurz, Naturhäfen gibt es reichlich, und im Hochsommer geht die Sonne wochenlang nicht unter — man kann um zwei Uhr nachts ablegen, weil es hell ist.

Anspruchsvoll macht das Revier nicht der Wind, sondern das Wasser: Je weiter nach Norden, desto stärker die Gezeiten, bis zu drei Meter Hub. In den Engen zwischen den Inseln laufen dabei Ströme, mit denen man rechnen muss, statt sie zu bemerken.

Beste Reisezeit
Mai – September
Wassertemperatur
8–14 °C
Typischer Wind
Wechselhaft, 3–5 Bft
Tidenhub
bis 3 m
Revierzentren
Bodø · Svolvær · Tromsø
Schwierigkeit
Fortgeschritten – Erfahren
Beste Reisezeit

Wann du segeln solltest

J
F
M
A
M
J
J
A
S
O
N
D
Hauptsaison
Beste Bedingungen — warm, beständiger Wind, volles Törn-Angebot.
Gut
Sehr gut segelbar, angenehm und meist ruhiger als im Hochsommer.
Möglich
Nebensaison — kühler oder wechselhafter, wenige Angebote.
Nebensaison
Kaum Törns — zu kalt, zu stürmisch oder außerhalb der Saison.

Juni bis August ist die Zeit — nicht wegen der Wärme, sondern wegen des Lichts: Von Ende Mai bis Mitte Juli geht die Sonne auf den Lofoten nicht unter. Mai und September sind kühler und ruhiger, dafür mit echten Nächten. Außerhalb von April bis Oktober wird hier kaum gechartert.

Wind

Kein Tageswind wie im Mittelmeer, sondern das, was die Wetterlage bringt — meist 3 bis 5 Beaufort aus wechselnder Richtung, bei durchziehenden Tiefs deutlich mehr. Zwischen den steilen Inseln fällt der Wind stellenweise ganz weg und drückt einen Kilometer weiter mit Fallböen von den Wänden herunter. Der Wetterbericht wird hier mehrmals täglich gelesen.

Wellen & Wetter

Geschützt zwischen den Inseln, offen und ruppig auf dem Vestfjord. Wichtiger als die Welle ist der Strom: Im nördlichen Raftsund laufen zwischen den Leuchtfeuern Raften und Trangstrommen vier bis sechs Knoten. Und beim Saltstraumen vor Bodø steht der stärkste Gezeitenstrom der Welt — dort wird ausschließlich im Stillwasser durchgefahren, nicht „mal eben".

Highlights

Die schönsten Ecken des Reviers

Die Lofotwand

Vom Vestfjord aus sieht die Inselkette aus wie eine einzige geschlossene Mauer — daher der Name. Erst beim Näherkommen öffnen sich die Sunde dazwischen.

Trollfjord und Raftsund

Ein zwei Kilometer langer Seitenarm, an der schmalsten Stelle rund hundert Meter breit, mit tausend Meter hohen Wänden. Die Einfahrt gehört zu den Bildern, wegen derer man herkommt — nur mit Blick auf den Strom im Raftsund.

Reine und Moskenes

Der Südwesten der Lofoten mit den Rorbuer, den ehemaligen Fischerhütten auf Pfählen. Vor Moskenes liegt der Moskstraumen, der Malstrom, der schon Jules Verne und Edgar Allan Poe beschäftigt hat.

Saltstraumen

Bei Bodø drückt die Tide alle sechs Stunden gewaltige Wassermengen durch eine 150 Meter breite Enge. Die Strudel sind rund drei Stunden nach Kentern am stärksten, besonders bei Voll- und Neumond.

Mitternachtssonne

Zwischen Ende Mai und Mitte Juli sinkt die Sonne nicht unter den Horizont. Segeln um Mitternacht ist keine Mutprobe, sondern einfach eine Tageszeit mit besserem Licht.

Noch kein Törn ausgeschrieben

Norwegen ist startklar — nur noch ohne ausgeschriebenen Törn. Du hast ein Boot oder planst einen Törn hierher? Inseriere kostenlos und sei der Erste.

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Revierkarte

Norwegen auf einen Blick

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Aktuell sind noch keine Törns mit Position eingetragen — die Karte zeigt die Lage des Reviers.

Gut zu wissen

Praktische Tipps fürs Revier

Tide gehört in die Planung

Bis drei Meter Hub, und in den Engen entscheidet der Strom, ob eine Passage angenehm oder unmöglich ist. Durchfahrten werden auf das Stillwasser gelegt — der Tidenkalender ist hier so selbstverständlich wie im Wattenmeer.

Gästehafen oder Naturhafen

Norwegen hat ein dichtes Netz an Gjestehavner; genauso verbreitet ist das Festmachen in Naturhäfen. Bezahlt wird zunehmend per App wie GoMarina — Bargeld nehmen viele Stege nicht mehr an.

Kleidung

Sommer heißt hier 10 bis 16 °C. Ölzeug, warme Schichten und Handschuhe gehören auch im Juli an Bord, und eine Mütze ist kein Scherzartikel.

Anreise

Flug nach Bodø, Evenes/Harstad oder Tromsø, meist über Oslo. Von Bodø fährt die Fähre nach Moskenes — für Törns, die auf den Lofoten selbst starten, oft der bequemere Weg.

Häufige Fragen

Segeln in Norwegen — kurz erklärt

Juni bis August. Von Ende Mai bis Mitte Juli scheint die Mitternachtssonne, das Wetter ist am beständigsten und alle Häfen haben geöffnet. Mai und September gehen ebenfalls, sind aber kühler und dunkler.

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