Bunte Holzboote in einer Bucht, dahinter ein Ort an steilem Hang
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Segelrevier · Funchal · Porto Santo · Ilhas Desertas

Segeln rund um Madeira

Eine Insel, ein Sandstrand und der Passat das ganze Jahr.

Beste Reisezeit: Ganzjährig, ideal April – Oktober
Wassertemperatur: 18–24 °C
Typischer Wind: NE-Passat 4–5 Bft
Schwierigkeit: Fortgeschritten
32°39'N · 16°55'W
Warum hier segeln

Madeira ist ein kleines Revier — und das ist keine Kritik, sondern seine Eigenart. Die Hauptinsel, das 25 Seemeilen entfernte Porto Santo und die unbewohnten Ilhas Desertas: mehr gibt es nicht. Wer eine Woche hier segelt, fährt keine Inselkette ab, sondern lernt eine Insel von See aus kennen.

Die Insel steigt steil aus dem Atlantik, bis auf 1.862 Meter. Vom Wasser sieht man die Klippen von Cabo Girão, die Terrassenfelder, die Wolken, die sich an der Nordseite stauen, während im Süden die Sonne steht. Der Nordost-Passat weht mit angenehmen 4 bis 5 Beaufort, das ganze Jahr über.

Porto Santo ist der Kontrast: flach, trocken und mit einem fast neun Kilometer langen Sandstrand — das, was Madeira selbst nicht hat. Die Überfahrt dorthin ist die eine echte Etappe des Reviers.

Beste Reisezeit
Ganzjährig, ideal April – Oktober
Wassertemperatur
18–24 °C
Typischer Wind
NE-Passat 4–5 Bft
Schwierigkeit
Fortgeschritten
Revierzentren
Quinta do Lorde · Funchal
Nach Porto Santo
rund 25 sm
Beste Reisezeit

Wann du segeln solltest

J
F
M
A
M
J
J
A
S
O
N
D
Hauptsaison
Beste Bedingungen — warm, beständiger Wind, volles Törn-Angebot.
Gut
Sehr gut segelbar, angenehm und meist ruhiger als im Hochsommer.
Möglich
Nebensaison — kühler oder wechselhafter, wenige Angebote.
Nebensaison
Kaum Törns — zu kalt, zu stürmisch oder außerhalb der Saison.

April bis Oktober ist die angenehmste Zeit, mit April/Mai und September/Oktober als ruhigeren Fenstern. Segelbar ist es das ganze Jahr — im Winter ist es mit rund 19 °C Luft mild, aber wechselhafter, und es werden deutlich weniger Törns angeboten.

Wind

Der Nordost-Passat weht beständig mit 4 bis 5 Beaufort. Prägender als seine Stärke ist die Insel selbst: Bei 1.862 Metern Höhe liegt die Südküste weitgehend im Windschatten, während es an den Kaps — Ponta de São Lourenço im Osten, Ponta do Pargo im Westen — kräftig um die Ecke drückt. Zwischen Flaute und 6 Beaufort liegen dort mitunter zwei Seemeilen.

Wellen & Wetter

Die Nordseite ist dem Atlantikschwell voll ausgesetzt und wird selten angelaufen. Im Süden ist es geschützt, an den Kaps steht bei Wind gegen Schwell eine unangenehme kreuze See. Auf der Überfahrt nach Porto Santo läuft die Dünung von schräg vorn — die Strecke fühlt sich länger an, als sie ist.

Highlights

Die schönsten Ecken des Reviers

Porto Santo

Neun Kilometer heller Sandstrand, kaum bebaut, und ein Ort, der langsamer tickt als Funchal. Die 25 Seemeilen Überfahrt sind die Hauptetappe eines Madeira-Törns — und mit dem Passat achterlich ein Genuss.

Ilhas Desertas

Drei unbewohnte Felsinseln südöstlich von Madeira, Naturschutzgebiet und Rückzugsraum der Mönchsrobbe. Anlanden ist genehmigungspflichtig; die Vorbeifahrt reicht, um zu verstehen, warum.

Funchal

Die Hauptstadt mit Kolonialbauten, Markthalle und Weinkellern. Der Hafen liegt mitten im Ort — von der Pier zum Mercado dos Lavradores sind es zehn Minuten zu Fuß.

Cabo Girão

Eine der höchsten Steilküsten Europas, rund 580 Meter senkrecht über dem Wasser. Von See aus ist das der Moment, in dem klar wird, wie steil diese Insel wirklich ist.

Quinta do Lorde

Die Marina im äußersten Osten, am Fuß der Halbinsel Ponta de São Lourenço, ist Ausgangspunkt der meisten Törns. Von hier ist Porto Santo am nächsten.

Noch kein Törn ausgeschrieben

Madeira ist startklar — nur noch ohne ausgeschriebenen Törn. Du hast ein Boot oder planst einen Törn hierher? Inseriere kostenlos und sei der Erste.

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Revierkarte

Madeira auf einen Blick

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Aktuell sind noch keine Törns mit Position eingetragen — die Karte zeigt die Lage des Reviers.

Gut zu wissen

Praktische Tipps fürs Revier

Anreise

Direktflüge nach Funchal ab Frankfurt, München, Wien, Zürich und weiteren Städten — rund vier Stunden. Der Anflug ist berühmt: Die Landebahn steht auf Stelzen über dem Meer.

Klein heißt nicht langweilig

Wer eine Woche Inselhüpfen erwartet, wird enttäuscht — es gibt nur ein Nachbarziel. Wer Land und Wasser verbinden will, findet dagegen viel: Levada-Wanderungen, Weinkeller, Lorbeerwald. Ein Madeira-Törn lebt von den Landgängen.

Die Kaps ernst nehmen

An Ponta de São Lourenço und Ponta do Pargo frischt es zuverlässig auf, oft bei ansonsten ruhigem Tag. Reffen vor dem Kap ist hier die Regel, nicht die Ausnahme.

Kombination Madeira und Kanaren

Zwischen Madeira und den Kanaren liegen rund 250 Seemeilen — für Überführungstörns und Meilensammler eine gängige Strecke, meist im Frühjahr und im Herbst.

Häufige Fragen

Segeln rund um Madeira — kurz erklärt

Wenn man weiß, was einen erwartet, ja. Das Revier ist klein: Hauptinsel, Porto Santo, die Desertas. Dafür segelt man an einer der spektakulärsten Küsten des Atlantiks entlang, und die Landgänge sind stark. Wer viele verschiedene Häfen abhaken will, ist auf den Kanaren oder in Griechenland besser bedient.

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