Rund 450 Seemeilen vor der Küste Senegals liegen zehn Inseln, die zu Europa gehören wie sonst nichts im Atlantik: portugiesische Sprache, afrikanische Musik, brasilianische Rhythmen. Die Kapverden sind das südlichste Revier, das ohne Fernreise erreichbar ist — und im europäischen Winter das zuverlässigste.
Ausgangspunkt ist fast immer Mindelo auf São Vicente. Die alte Hafenstadt war jahrhundertelang Kohlestation für die Atlantikdampfer und ist bis heute das Tor des Archipels — im Februar findet hier der größte Karneval Westafrikas statt.
Segelt wird im Passat, und der weht hier ernsthaft. Zwischen den Inseln stehen im Winter regelmäßig 5 bis 6 Beaufort, dazu Beschleunigung in den Kanälen. Das ist kein Revier für die erste Woche unter Segeln — aber eines, aus dem man mit Geschichten zurückkommt.
Wann du segeln solltest
November bis Juni ist trocken und verlässlich — genau die Monate, in denen im Mittelmeer nichts geht. Januar bis April ist die Hauptzeit, mit kräftigem Passat und rund 24 °C. Von August bis Oktober ist Regenzeit mit schwülerem Wetter und schwächerem Wind; dann wird kaum gesegelt.
Der Nordost-Passat ist im Winter kräftig: häufig 5 bis 6 Beaufort, in den Kanälen zwischen den Inseln mehr. Im Sommer wird es mit 2 bis 4 Beaufort deutlich sanfter. Wer gegen den Passat zurück nach Mindelo muss, hat die anstrengende Hälfte des Törns vor sich — das planen erfahrene Skipper von vornherein ein.
Offener Atlantik mit langer Dünung, dazu bei kräftigem Passat eine eigene Windsee obendrauf. Im Lee der hohen Inseln — Santo Antão ragt über 1.900 Meter auf — wird es ruhig bis windstill. Die Ankerbuchten sind meist offene Reeden, was bei drehendem Wind Aufmerksamkeit verlangt.
Die schönsten Ecken des Reviers
Noch kein Törn ausgeschrieben
Kapverden ist startklar — nur noch ohne ausgeschriebenen Törn. Du hast ein Boot oder planst einen Törn hierher? Inseriere kostenlos und sei der Erste.
Kapverden auf einen Blick
Aktuell sind noch keine Törns mit Position eingetragen — die Karte zeigt die Lage des Reviers.
Praktische Tipps fürs Revier
Direktflüge nach Sal und Boa Vista ab mehreren europäischen Städten, Weiterflug oder Fähre nach São Vicente. Von Lissabon aus geht es direkt nach Mindelo. Ein Puffertag vor dem Törn ist sinnvoll — Inlandsverbindungen fallen gelegentlich aus.
Für die Kapverden gelten eigene Einreiseregeln, und die ändern sich gelegentlich. Vor der Buchung beim Auswärtigen Amt nachsehen; der Anbieter sagt dir, was für seinen Törn konkret nötig ist.
Mit dem Passat geht es leicht nach Südwesten. Zurück nach Mindelo wird es ruppig — gute Törnpläne legen die Gegenanstrecke auf den Anfang der Woche oder segeln sie nachts, wenn der Wind nachlässt.
Die westlichen Inseln sind bergig und rau, die östlichen flach und sandig. Wer beides sehen will, braucht mehr als eine Woche — oder entscheidet sich vorher, welche Hälfte des Archipels es sein soll.
Segeln auf den Kapverden — kurz erklärt
November bis Juni. Es ist trocken, die Luft liegt bei 24–28 °C, das Wasser bei 22–26 °C, und der Passat weht verlässlich. Von August bis Oktober ist Regenzeit — dann ist es schwül, der Wind schwach und das Angebot dünn.
